Quartiersvorstellung: 7 Fragen an die Stromsparhelfer im Quartier Essen-Katernberg

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Quartiersvorstellung: 7 Fragen an die Stromsparhelfer im Quartier Essen-Katernberg

Seit Januar 2018 sind zwei Stromsparhelfer der Diakonie Essen im Quartier Essen-Katernberg aktiv. Ralf Kulinna und Ulrich Mikitta sind die zentrale Anlaufstelle der Menschen im Quartier, die sich für einen Stromspar-Check interessierten. Menschen, die ein geringes Einkommen haben, sich aber den Themen Energiesparen und Klimaschutz nicht verschließen. Schließlich geht es bei diesem Projekt nicht nur um die finanziellen Vorteile, sondern auch um CO2-Einsparungen und Ressourcenschutz. Die Quartiersmitarbeiter sind dabei nicht nur das Gesicht des Stromspar-Checks im Viertel, sondern auch Ansprechpartner für die verschiedensten Netzwerke im Quartier.

  1. Was sind die Kernaufgaben und Ziele des Stromspar-Checks im Quartier?

Im bundesweiten Projekt Stromspar-Check Kommunal beraten wir Haushalte mit geringem Einkommen in der eigenen Wohnung kostenlos zum Themenbereich Energie- und Wassersparen. Zusätzlich bringen wir kostenlose Energie- und Wassersparartikel im Wert von durchschnittlich 70 Euro mit, die an Ort und Stelle direkt eingebaut werden. Damit können die Haushalte ca. 150 Euro pro Jahr an Energiekosten einsparen und leisten gleichzeitig einen wesentlichen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz.

Alte Kühlgeräte können wahre Stromfresser sein, gerade wenn sie älter als 10 Jahre sind. Deshalb kann man unter bestimmten Bedingungen über den Stromspar-Check Kommunal noch zusätzlich einen Kühlgerätegutschein von 150 Euro bekommen. Und dadurch, dass das Land NRW auch noch den Austausch fördert, können unsere Kunden noch weitere 50 Euro pro Person bekommen, Das bedeutet, eine vierköpfige Familie bekommt bis zu 350 Euro als Zuschuss für eine Neuanschaffung. Der neue Kühlschrank muss allerdings ein A+++ Gerät sein und die Entsorgung des Altgerätes muss dokumentiert werden.

Im Quartier wollen wir auch Alleinerziehende und ältere Menschen erreichen, die unsere Kollegen nicht jede Woche im Jobcenter treffen.

  1. Wo findet man Sie im Quartier?

Unser neues Büro ist in der Viktoriastr. 27. Unsere Sprechstunde ist immer montags und mittwochs von 10-12 Uhr und dienstags und donnerstags von 15-17 Uhr.

  1. Wie sieht Ihr typischer Arbeitstag im Quartier aus?

Nach einer gemeinsamen Einsatzbesprechung in der Zentrale des EnergieSparService Essen mit allen Energiesparberatern des Projektes begeben wir uns ins Quartier Katernberg und halten unsere Beratungen in der Sprechstunde ab oder haben Beratungstermine in Haushalten unserer Kunden. Neben den Haushaltsbesuchen nehmen wir auch regelmäßig an Gemeindeveranstaltung bzw. Infoveranstaltungen teil und informieren potentielle Kunden über unseren Service.

  1. Arbeiten Sie im Quartier mit anderen Partnern zusammen?

Im Quartier gibt es eine enge Zusammenarbeit mit der Stadt Essen und dem dort geführten Bürgerzentrum „Kon-Takt“. Des Weiteren unterstützt uns die evangelische Kirche. Seit mehreren Jahren kooperiert der EnergieSparService Essen mit der Wohnungsbaugesellschaft Albau und natürlich profitieren wir mit unserer Quartiersarbeit auch davon.

  1. Stellen Sie Ihr Projekt auch bei öffentlichen Veranstaltungen vor?

Das Projekt wird regelmäßig bei Stadteilfesten und Veranstaltungen präsentiert. Das größte Fest an dem wir jedes Jahr teilnehmen ist das Zechenfest auf dem Weltkulturerbe „Zeche Zollverein“ in Katernberg. Das nächste Zechenfest ist am 29. und 30. September und es werden wieder mehr als 30.000 Besucher erwartet.

  1. Was gefällt Ihnen persönlich an Ihrer Arbeit?

In erster Linie ist es das Gefühl anderen Menschen geholfen zu haben und eine sinnvolle Tätigkeit auszuüben. Mit unsere Arbeit schlagen wir gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Wir unterstützen einkommensschwache Haushalte, wir schützen die Umwelt und wir können einer Tätigkeit nachgehen, die sinnvoll und erfüllend ist.

  1. Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Stadtteils?

Wir wünschen uns, dass wieder mehr Menschen glauben und auch erfahren, dass man gerade auf Stadtteilebene viel verändern und mitgestalten kann. Wir wünschen uns einen Stadtteil, in dem Menschen ihre Nachbarn kennen, sich gegenseitig unterstützen und Verständnis für unterschiedliche Lebenskonzepte und Bedürfnisse entwickeln.

Seit Januar 2018 ist Stromsparhelfer Ulrich Mikitta bei der Diakonie Essen im Quartier Essen-Katernberg aktiv. Foto: Diakonie Essen

Seit Januar 2018 ist Stromsparhelfer Ralf Kulinna bei der Diakonie Essen im Quartier Essen-Katernberg aktiv. Foto: Diakonie Essen

By | 2018-06-13T12:07:52+00:00 Juni 13th, 2018|Allgemein|0 Comments

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