Quartiersvorstellung: 7 Fragen an die Stromsparhelfer im Quartier Dortmund-Eving

//Quartiersvorstellung: 7 Fragen an die Stromsparhelfer im Quartier Dortmund-Eving

Quartiersvorstellung: 7 Fragen an die Stromsparhelfer im Quartier Dortmund-Eving

Seit November 2017 sind zwei Stromsparhelfer der Caritas Dortmund im Quartier Dortmund-Eving aktiv. Gudrun Chittka und Frank Gerhard Kimmel sind die zentrale Anlaufstelle der Menschen im Quartier, die sich für einen Stromspar-Check interessierten: Es sind Menschen, die ein geringes Einkommen haben, sich aber den Themen Energiesparen und Klimaschutz nicht verschließen. Schließlich geht es bei diesem Projekt nicht nur um die finanziellen Vorteile, sondern auch um CO2-Einsparungen und Ressourcenschutz. Die Quartiersmitarbeiter sind dabei nicht nur das Gesicht des Stromspar-Checks im Viertel, sondern auch Ansprechpartner für die
verschiedensten Netzwerke im Quartier.

1. Was sind die Kernaufgaben und Ziele des Stromspar-Checks im Quartier?

Im bundesweiten Projekt Stromspar-Check Kommunal beraten wir Haushalte mit geringem Einkommen in der eigenen Wohnung kostenlos zum Themenbereich Energie- und Wassersparen. Zusätzlich bringen wir kostenlose Energie- und Wassersparartikel im Wert von bis zu 70 Euro mit, die an Ort und Stelle direkt eingebaut werden. Damit können die Haushalte ca. 150 Euro pro Jahr an Energiekosten einsparen und leisten gleichzeitig einen wesentlichen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz.

Alte Kühlgeräte können wahre Stromfresser sein, gerade wenn sie älter als 10 Jahre sind. Deshalb kann man unter bestimmten Bedingungen über den Stromspar-Check Kommunal noch zusätzlich einen Kühlgerätegutschein von 150 Euro bekommen. Und dadurch, dass das Land NRW auch noch den Austausch fördert, können unsere Kunden noch weitere 50 Euro pro Person bekommen. Das bedeutet, eine vierköpfige Familie bekommt bis zu 350 Euro als Zuschuss für eine Neuanschaffung. Der neue Kühlschrank muss allerdings ein A+++-Gerät sein und die Entsorgung des Altgerätes muss dokumentiert werden.

Im Quartier wollen wir auch Alleinerziehende und ältere Menschen erreichen, die unsere Kollegen nicht jede Woche im Jobcenter treffen.

Foto: Caritas Dortmund

2. Wo findet man Sie im Quartier?

Wir sitzen in den Caritas-Büroräumen in der Minister-Stein-Alle 5. Unsere Sprechstunde ist immer mittwochs von 9.00 bis 12.00 Uhr und von 13.00 bis 16.00 Uhr.

3. Wie sieht Ihr typischer Arbeitstag im Quartier aus?

Wir besuchen Haushalte für Stromsparchecks, vorzugsweise im Quartier. Im Büro geben wir dann die aufgenommenen Daten in die EDV ein und werten sie aus. Viel Zeit widmen wir den Netzwerken von Kommunen und Sozialverbänden. Hier besteht unsere Arbeit darin, Kontakte aufzubauen und zu bewahren – zum Vorteil der Kunden.

4. Arbeiten Sie im Quartier mit anderen Partnern zusammen?

Natürlich. Es existieren hervorragende Angebote zur Beratung in den meisten Lebenslagen wie für Migranten, junge Familien oder Senioren. Das Familienbüro und Arbeitslosenzentrum sowie viele andere, gehören selbstverständlich auch dazu.

5. Stellen Sie Ihr Projekt auch bei öffentlichen Veranstaltungen vor?

Ja, regelmäßig. Auf Stadtteilfesten sind wir mit Informationsständen ebenso vertreten wie mit turnusgemäßen Sprechstunden in Begegnungszentren und Quartiersbüros. Nur so sind wir unseren Kunden wirklich nah.

Foto: Caritas Dortmund

6. Was gefällt Ihnen persönlich an Ihrer Arbeit?

Der direkte Kontakt zu den Menschen – während der Beratungen und auch in den Haushalte gibt es die intensivste Rückmeldung für die geleistete Arbeit. Er motiviert uns immer wieder neu.

7. Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Stadtteils?

Wir wünschen uns, dass wieder mehr Menschen glauben und auch erfahren, dass man gerade auf Stadtteilebene viel verändern und mitgestalten kann. Wir wünschen uns einen Stadtteil, in dem Menschen ihre Nachbarn kennen, sich gegenseitig unterstützen und Verständnis für unterschiedliche Lebenskonzepte und Bedürfnisse entwickeln.

Gerade Stadtteile „im Umbruch“ finden Hilfe zur Selbsthilfe durch viele tatkräftige Mitwirkende. Dass sinnvolle Projekte in solchem Zusammenhang Zuspruch und Förderung erfahren, bleibt täglicher Anspruch an Politik, Verbände und alle anderen Akteure in diesem Umfeld.

By | 2018-06-06T12:00:33+00:00 Mai 30th, 2018|Allgemein|0 Comments

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